Im ZKI beginnt dann unverzüglich die Arbeit. Diese besteht aus der Datenakquisition, der Vorprozessierung der Daten, einer Analyse und schließlich der Bereitstellung der erzeugten Kartenprodukte. Bei der Datenakquisition kommen sowohl Archivdaten (Situation vor dem Krisenfall) als auch Neuaufnahmen von Satellitenbildern zum Einsatz. Anhand der Archivdaten werden innerhalb von etwa 6 Stunden erste Referenzkarten zur Übersicht und Orientierung an die Hilfsorganisationen herausgegeben. Neu aufgenommene Satellitenbilder dienen der Schadensanalyse und der aktuellen Lagedarstellung.
Werden Satellitendaten an das ZKI ausgeliefert, beginnt die Vorprozessierungsphase, in der beispielsweise Lagekorrekturen oder Bildfusionen durchgeführt werden. Anschließend folgt die Analyse und Auswertung der Daten bezüglich krisenrelevanter Informationen. Hier werden mittels verschiedener Algorithmen und Prozessierungsketten je nach Art der Katastrophe und nach Fragestellung z.B. Veränderungsanalysen, Schadensbewertungen oder thematische Auswertungen wie Hochwasserdetektion oder Brandflächenerkennung durchgeführt. Nach der Extraktion der Informationen werden diese in Kartenprodukte oder andere Produktformate integriert. Zur Kartenerzeugung werden außerdem z.B. Informationstexte, Legenden und Übersichtkarten erzeugt. Sind die Krisenprodukte (z.B. Karten oder Vektordaten) erstellt, werden diese an die Nutzer ausgeliefert. ZKI-Produkte stehen öffentlich und kostenlos auf der ZKI Internetseite zur Verfügung und werden ggf. per ftp-Server, via Email und gelegentlich auch als ausgedruckte Kartenprodukte bereitgestellt.